Floodwall: Kunst Ausstellung von Jana Napoli in Berlin

"Drawers Speak - New Orleans fünf Jahre später"

Geschichte der Floodwall Ausstellung

Die Floodwall-Ausstellung ist quer durch die USA und um die ganze Welt gereist, seit sie im Jahr 2007 das erste Mal gezeigt wurde.

Als Floodwall das erste Mal 2007 in New York City enthüllt wurde, säumten die Schubladen die Liberty Bridge des World Financial Centers. Da die Ausstellung so nah am Ground Zero gelegen war, wurde sie sofort als kraft- und gefühlvolle Erinnerung an die jüngsten Tragödien, die sich auf amerikanischen Boden ereignet hatten, bejubelt. Die Zeitschrift New York Cool schrieb, "es ist eine Gegenüberstellung zweier Tragödien und ehrt die Verluste, die zwei wichtige Mittelpunkte des amerikanisches Lebens erleiden mussten" (New York Cool, 2007). Interviews mit den Eigentümern der Schubladen, die ihre Geschichten über ihr Leben nach Katrina schilderten, begleiteten die Ausstellung in Form von LED-Schildern.

Floodwall ist dann nach Baton Rouge, Louisiana, um gezogen und wurde beim Louisiana State Museum gezeigt. Jed Horne, Autor des Buches "Breach of Faith", beschrieb die Ausstellung als "600 Schubladen, die…Relikte aus 600 Haushalten, 600 Geschichten und noch viel mehr Menschenleben sind". In das noch immer verwüstete Louisiana zurückzukehren um eine Ausstellung zu veranstalten war besonders gefühlsgeladen und hat sogar einigen früheren Besitzern der Schubladen ermöglicht, Floodwall selbst zu erleben.

Die Ausstellung wanderte dann weiter durch die USA nach Austin und Cincinnati, bevor sie das Land Anfang 2009 verließ um in Bremerhaven halt zu machen. Hier war sie ein Teil der Ausstellung "The Flight after the Flood. New Orleans – the City Left Behind" im Deutschen Auswandererhaus. Die Ausstellung war ein großer Erfolg und half internationales Bewusstsein für die Ausmaße der Katastrophe und den Wiederaufbauprozess zu schaffen.

Ende 2009 kam Floodwall zurück in die USA und wurde das Herzstück der "Previously on Piety"-Ausstellung zu Ehren von Post-Katrina-Kunst im Contemporary Arts Center in New Orleans. Zusammen mit den anderen Ausstellungsstücken wie Gerard Calistes "Walking on Water", Rontherin Ratliffs "Rooted", Rondell Criers "On the Streets" und Jan Gilberts "Biography of a House" war diese Ausstellung eine ergreifende Erinnerung an die "große schöpferische Explosion, die nach dem Sturm und der Flut einsetzte, als Künstler eine Katharsis für die Angst, die Wut und die Hoffnungslosigkeit des Augenblicks boten" (Nola News, 2009).

Dieses Jahr ist Floodwall nach Europa zurückgekehrt. Floodwall begann im polnischen Breslau in Juli und hat bisher erfolgreich New Orleans' Tragödie publik gemacht, aber ebenso die Stärke, den Mut und die Entschlossenheit seiner Einwohner gefeiert. Floodwall ist nun von Breslau nach Berlin gekommen, wo die US-Botschaft und das Institute for Cultural Diplomacy sich darauf freuen, Sie zu einem Besuch dieser außergewöhnlichen Ausstellung, die am 10. September beginnt und bis zum 15. Oktober geöffnet sein wird, einzuladen.